Wort in der Mitte bei der Vesperkirche: Christsein-Üben in der Vesperkirche

Wort in der Mitte bei der Vesperkirche Schweinfurt am 27.1.2026

Liebe Vesperkirchengäste, liebe Gastgeberinnen und Gastgeber!

Wer von Ihnen hat’s gestern in die Vesperkirche geschafft?

Und wer ist sicherheitshalber zu Hause geblieben?

Ich hoffe, Sie sind alle gut durch den Schneetag gekommen.

Ich musste gestern tatsächlich ein kurzes Stück mit dem Auto fahren. Gekommen bin ich ungefähr zwei Meter. Dann stand das Auto quer über der Straße, hing in den Spurrillen fest und es ging nicht mehr vor und nicht zurück.

Predigt: Trotzig, mutig, voll Vertrauen singe ich im Dornenwald

Tochter Zion, freue dich!

So haben wir gerade gesungen.

Elisabeths Kind hüpft in ihrem Bauch voll Freude.

So haben wir im Evangelium gehört.

Und dann dieses berühmte Lied Marias. Ihr großer Lobgesang.

„Meine Seele erhebt den Herrn und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes!“

Freude über Freude. Gott scheint so nah zu sein!

Alles ist schön! Alles ist gut! Licht, Freude, Leben.

 

Doch ich, ich seufze.

Mein Gebet klingt anders.

Gott. Mein Gott!
Wie gern würde ich das:
Dich erheben.
Auf, meine Seele, erhebe Gott!
Mein Geist freue sich!
Nun freu dich schon!
Nicht mehr viel da, was ich erheben könnte.

Alles zugeschüttet von den Nachrichten dieser Welt.

Von den Sorgen.

Den Ängsten.

Von all dem Schrecklichen, das uns umgibt.

Ein dunkler Dornwald der Ängste, des Hasses, des Todes.


Maria, kennst du das nicht auch?

Wagenkirche: Advent – zweite Halbzeit

Hallo Heiko! Schön, dass wir wieder zusammen mit der Wagenkirche unterwegs sind! Ganz schön was los hier …

Klar, der Advent geht ja jetzt auch in die zweite Halbzeit. Die Hälfte der Türchen sind schon geöffnet …

Du, ich hab neulich einen Buchtitel gesehen – „Advent, Advent, die Mutter rennt …“ Erst hab ich gelacht, aber dann bin ich schon etwas nachdenklich geworden.

Find ich witzig… „Advent, Advent, die Mutter rennt“… und nicht nur die Mutter! Aber du hast schon recht, das ist eigentlich nicht der Sinn des Advents. 

Und doch gibt es immer an so vieles zu denken und vieles zu besorgen. Man will es ja schön haben an Weihnachten und alle sollen sich freuen. Da kann man schon mal außer Atem geraten …

Wagenkirche: Frustschutz-Adventskalender

Lieber Lorenz, jetzt geht’s hier ja richtig los mit Weihnachtsmarkt, mit Tannenbäumen, mit Lebkuchen, Glühwein und was sonst noch alles so dazugehört. Und natürlich Adventskalendern. Früher haben wir unseren Kindern immer nur diese ganz einfachen Schokokalender geschenkt, da waren die glücklich, und irgendwie kamen dann noch andere dazu von Oma, den Paten usw. Habt ihr denn noch Adventskalender daheim?

(ja/nein)

Also, unsere Jüngste, die hat natürlich noch einen. Und noch was Selbergemachtes von der Oma. Aber es muss ja nicht immer was Süßes sein. 

Wagenkirche: Sternenzeit Advent

Hallo Heiko! Schön, dass wir wieder zusammen mit der Wagenkirche unterwegs sind! Ganz schön kalt heute. Hast du letzte Nacht mal zum Himmel geschaut und das Sternenmeer bestaunt?

 …   Ja so ein intensiver Sternenhimmel strahlt schon eine Faszination aus. Wenns halt nicht so kalt wäre  …

Und hier in der Stadt ist ja auch ganz schön was los. Überall werden die Lichterketten, Sterne und was weiß ich noch alles aufgehängt.

Und auf dem Marktplatz ist geschäftiges Treiben beim Aufbau des Weihnachtsmarktet. Da ist für unsere Kirche ja kaum mehr ein Platz. 

Wagenkirche: Refallerhalloweenationswochenende

Lieber Lorenz, na, hast du schon Kürbisse ausgehöhlt für Halloween heute abend?

Ähm ... ich dachte, du bist evangelisch und feierst heute Reformationstag?

Natürlich! Aber ich finde, das passt doch beides ganz hervorragend zusammen.

Da bin ich jetzt aber gespannt.

Predigt beim Motorradgottesdienst: Abgefahren!

Lieber Michael, da hast du dir ja ein ganz schön abgefahrenes Thema ausgedacht, Hut ab, ich mag so Wortspiele total gerne! 

Danke, das freut mich!

„Abgefahren – das kann man ja auf viele Arten sagen. Wenn’s um Motorräder geht, heißt es meistens: Die Saison ist rum. Aber wenn’s um den Glauben geht, heißt es vielleicht: Da ist was passiert, was mich bewegt hat. Gut oder schlecht, jedenfalls: Abgefahren.
Wir sind vermutlich alle viele Straßen abgefahren in diesem Sommer und haben abgefahrene Dinge erlebt. Ihr habt euch gerade gegenseitig davon erzählt. Wahrscheinlich war da viel Schönes dabei, aber auch manche weniger schöne Situation. Aber jetzt will ich erst mal auf das Schöne schauen. Hast du denn was besonders Schönes erlebt in diesem Jahr?