Wort in den Tag: Seeigel

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Am Strand wird alles mögliche angespült. Unter anderem: Seeigel.

Ihr wisst schon, diese runden Dinger. Die heißen nicht zu Unrecht Igel, denn sie haben Stacheln und können echt wehtun, wenn man drauf tritt. Aber sie sehen auch wunderschön aus.

Wie die Igel, die wir aus unseren Gärten kennen, haben auch Seeigel ein ziemlich empfindliches Inneres und schützen sich mit ihren Stacheln.

Ist ein bisschen wie bei uns Menschen: Auch wir schützen uns manchmal. Jeder Mensch hat seine Stacheln. Manche wirken unfreundlich, weil sie selbst irgendwann mal verletzt wurden.

Wort in den Tag: Plastikabfall

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Die Gruppe, die an unserem Urlaubsstrand angespülte Dinge sammelt, findet natürlich nicht nur Schönes. Vor allem Abfall ist immer wieder dabei. Ganz viel Plastik. Flaschen, Kabelbinder, Tüten, einfach alles.

Aber das soll jetzt kein Vortrag darüber werden, dass wir die Schöpfung bewahren sollen und nicht so viel Müll wegschmeißen sollen.

Ich frag mich eher: Was wird eines Tages von uns bleiben? Nur Plastikmüll? Oder ist da noch mehr? Manche bauen Häuser oder pflanzen Bäume. Andere bringen einfach nur einen guten Gedanken in die Welt, den ein anderer weiterträgt. Vielleicht ein Lächeln. Vielleicht ein ehrliches Danke. Vielleicht ein Wort, das einem Menschen neuen Mut gibt. 

Wort in den Tag: rostiger Fahrradschlüssel

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An unserem Urlaubsort gibt’s eine Gruppe, die Gegenstände sammelt, die am Strand angespült werden. Einmal haben sie einen alten rostigen Fahrradschlüssel gefunden.

Und bei mir fängt schon das Kopfkino an: Ein Kind, das weinend am Strand steht, denn der blöde Schlüssel ist weg und es kommt nicht mehr so leicht nach Hause. Katastrophe! Eltern schimpfen.

So wie der Schlüssel aussieht, dürfte das Kind von damals inzwischen vielleicht selber Kinder haben und das alles schon lang vergessen haben.

Wort in den Tag: Wellhornschnecke

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Am Strand liegen sie oft: Die Wellhornschnecken. Vielleicht habt ihr welche aus dem Urlaub mitgebracht. Ein spiralförmiges Gehäuse, das in eine Richtung spitz zuläuft. Total schön.

Ein bisschen ist das wie unser Leben. Die Kindheit ist die Basis, breit, aber vielleicht an der einen oder anderen Stelle auch schon etwas angeknackt. Und dann geht’s halt nicht immer gradlinig nach vorne. Sondern in Windungen. Eins baut auf das andere auf. Nervig, so ein Leben. Könnte doch alles viel einfacher sein. Aber mal ganz ehrlich: Wenn die Wellhornschnecke ihr Gehäuse komplett gerade ausbreiten würde – wäre es dann noch so schön?

Wort in den Tag: Sepia

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So, Urlaub ist rum, da bin ich wieder! Schön war’s am Strand in Holland.

Kennt ihr diese länglichen Muscheln, die ganz häufig am Strand liegen? Also, jedenfalls dachte ich, das sind Muscheln. Weit gefehlt.
Diese länglichen Dinger, die kommen von Sepia. Tintenfischen. Die Sepia trägt ihr "Skelett" nicht innen, sondern außen mit sich herum. Nach ihrem Tod bleibt dieses helle Kalkstück übrig, das ewig am Strand liegt. Tja, da lag ich wohl völlig daneben.

Wie oft sehen wir Dinge und verstehen sie nicht wirklich. Manchmal jahrzehntelang. Ehrlich: Habt ihr das gewusst?

Wort in den Tag: Liebe Gottes weltweit

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„Der einfache Zugang zur Liebe Gottes“. Das ist die Überschrift, unter der ich als Pfarrer versuche zu arbeiten. Gelingt mir sicher mal besser, mal schlechter, aber ich probier’s.

Was mich fasziniert: Diese Liebe Gottes, die gilt uns überall auf der Welt. Und deshalb haben wir Christ:innen oft Partnerschaften mit Gemeinden irgendwo anders. Menschen, mit denen wir uns austauschen.

Wort in den Tag: Einfach heiraten

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„Der einfache Zugang zur Liebe Gottes“. So steht’s in einem Konzept unserer Landeskirche. Und ich finde: Da haben wir schon viel erreicht!

Ich erinnere mich total gerne an den 26.6.26. „Einfach heiraten“ hieß die Aktion. An vielen Orten, auch bei uns in Schweinfurt, konnten Paare einfach kommen und sich und ihre Liebe segnen lassen. Oder sogar ganz spontan ihre kirchliche Hochzeit feiern. Ganz junge Leute waren ebenso da wie Paare, die sich zur Goldenen Hochzeit segnen ließen. Alle feierten ihre Liebe – und die Liebe Gottes.

Wort in den Tag: „soweit an euch liegt“

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So, am Sonntag ist’s vorbei mit dem Wahlkampf. Falls nicht noch Stichwahlen anstehen, aber ok.

Die ganze Woche hab ich über Miteinander, Gemeinschaft, Rücksichtnahme gesprochen. Aber eines ist mir noch wichtig: Menschen mit Liebe zu begegnen heißt nicht automatisch, jede Meinung auch einfach hinzunehmen. Manchmal muss man um der guten Sache willen auch streiten. Sogar heftig. Das ist auch Demokratie.

Wer andere verächtlich macht, wer abschätzig von anderen redet, wer andere ausgrenzt: Der oder die überschreitet aus christlicher Sicht eine rote Linie.

Paulus schreibt einmal: „Soweit an euch liegt, haltet mit allen Menschen Frieden.“ Aber eben: Manchmal liegt’s nicht an mir. Manchmal ist der Streit und das klare Wort auch nötig.

Ich wünsch euch, dass ihr die richtige Balance findet zwischen gegenseitigem Respekt und harter sachlicher Auseinandersetzung. Und: Ich wünsch euch eine gute, weise und menschenfreundliche Wahl.

Wort in den Tag: Gemeinsam

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Oh Mann. Bin ich froh, wenn die Wahlen rum sind. Das ist echt anstrengend und nicht nur auf Social Media wird’s manchmal sogar beleidigend.

Echt, wollen wir in so einer Gesellschaft leben, in der wir uns gegenseitig die Köpfe einschlagen?

In meinem Heimatort hab ich was anderes erlebt. Da hat die eine Partei der anderen schon mal den Bauzaun fürs Banner aufgestellt, dafür wurde ihnen dann woanders geholfen. Die Kandidierenden besuchen sich gegenseitig auf Veranstaltungen. Und wenn Plakate beschädigt sind, richten sie nicht nur die der eigenen Partei wieder her.

Gemeinsam geht’s halt besser. Was nicht heißt, dass man manchmal nicht auch hart um eine Sache streiten muss. Hat Jesus auch gemacht.

Ich wünsch euch eine gute Wahl. Und dann, im Gemeinde- oder Stadrat: Menschen, die so gemeinsam für ihren Ort da sind.

Wort in den Tag: Zuhören

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So, Endspurt, am Sonntag sind Wahlen und dann ist erst mal wieder Ruhe.

Wie immer vor Wahlen, geht es überall ganz schön hoch her. Die Emotionen kochen über. Partei A gegen Partei B. Und beide gegen C.

Wie wär’s, wenn wir auch in dieser aufgeheizten Phase einfach mal darauf hören, was der, die andere wirklich zu sagen hat? Vielleicht hat mein Gegenüber ja sogar mal Recht?

Ich fänd’s schön, wenn wir wieder mehr ins Zuhören und ins Miteinander kommen. Denn das ist Demokratie.

Ich wünsch euch ein offenes Ohr auch für die Argumente der Gegenseite. Und für euren Ort ein Wahlergebnis, das die Gemeinschaft und das Miteinander stärkt.